
Wie man Industriehitzer wirklich intelligent macht
Bei Deckenheizern in Fabriken ist das Problem folgendes: Sie heizen die Luft nicht auf – stattdessen strahlen sie Wärme direkt nach unten ab. Das ist ein großer Vorteil, denn man verschwendet kein Geld damit, eine 10 Meter hohe Decke zu erwärmen. Stattdessen wird der Boden sowie die Menschen, die dort arbeiten, erwärmt.
Wenn man in einer eiskalten Lagerhalle das Gefühl von „frischem Frühling“ haben will, geht es darum, diese Infrarotlampen mit einem intelligenten System oder einem Gebäudemanagementsystem zu verbinden.
Wie das funktioniert
Wir verbinden die Heizer im Grunde über intelligente Relais oder PLC-Kontaktoren. Wenn man auf einen Knopf am Handy oder an einem Wandpanel drückt, schaltet sich ein Hochstromschalter ein.
Das Beste daran: Die Kurzwellen-Infrarotlampen erreichen ihre maximale Temperatur bereits innerhalb weniger Sekunden. Es muss also nicht darauf gewartet werden, bis der Raum „aufgewärmt“ ist. Wir nutzen IoT-Gateways, damit die App tatsächlich mit den Leitungen verbunden bleiben kann.
Kontrolle über die Heizung
Da diese Anlagen viel Strom verbrauchen, werden sie in der Regel mit Dreiphasenstrom betrieben. Alles wird über einen intelligenten Hub gesteuert, wobei PID-Regler oder einfache Thermostate verwendet werden.
Man kann zwar einen Zeitplan festlegen, doch die eigentliche Optimierung erfolgt durch Besetzungsensoren. Wenn der Sensor feststellt, dass Bereich A leer ist, wird der Strom zu diesen Lampen abgeschaltet. Das ist eine einfache Möglichkeit, Energie zu sparen.
Realitätscheck
Die Verwendung intelligenter Technologien bringt jedoch auch Probleme mit sich. Wenn das WLAN versagt oder das Gateway ausfällt, funktioniert die Fernsteuerung nicht mehr. Deshalb sollten immer manuelle Schalter direkt vor Ort vorhanden sein. Wenn draußen -10°C sind und das Team friert, kann man nicht einfach auf einen Server in einem anderen Bundesstaat hoffen. Man braucht einfach sofort Wärme.
Noch eines: Diese leistungsstarken Lampen erzeugen viel elektrischen Störungslärm. Wenn man keine abgeschirmten Kabel verwendet, können die Sensoren unzuverlässig funktionieren oder falsche Messwerte liefern. Das ist zwar ein kleiner Punkt, aber er macht den Unterschied zwischen einem funktionierenden System und einem, das einen verrückt macht.